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  17.12.2017 - 05:14 Uhr

  

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Matratzen im Flur und Lehrermangel 

Schulleiterinnen berichteten im Beirat über bauliche und personelle Probleme 

Burglesum (AS) – „Ihren Ausführungen kann ich eine ganze Menge abgewinnen. Sie haben den Mut nach vorne zu schauen“, lobte Reinhard Hennig (SPD) Udo Stoessel von der Senatorin für Kinder und Bildung. Dieser hatte bei der außerordentlichen Sitzung des Beirats Burglesum, die wegen des ausgefallenen Ausschusses einberufen worden war, über Schulstandort- und Ausbauplanungen der Schulen im Stadtteil berichtet.

Da hohe Schülerzahlen gegeben sind und höhere erwartet werden, stocken viele Schulen die Klassenzüge auf. Beispielsweise ist die Schule Am Mönchshof derzeit zweieinhalb-zügig, soll aber zum kommenden Schuljahr dreizügig sein. Zudem sollen alle Einrichtungen bis 2025 Ganztagsschulen sein, berichtete der Vertreter der Schulsenatorin. Dafür werden jedoch, zeitnah neben Klassen-, Bewegungs-, Neben- und Rückzugsräumen, Sozialräumen und Räumen für die Pädagogen auch Mensen benötigt. Bei einigen Schulen sollen Mobilbauten den Ausgleich schaffen, doch es muss auch viel saniert und neu gebaut werden. „Immobilien Bremen hat zu viele Aufgaben“, meinte der Behördenvertreter zu der mit der Umsetzung von Bremen betrauten Anstalt des öffentlichen Rechts. Zudem kommt, dass Turnhallen in das Ressort der Sozialsenatorin fallen. Seiner Behörde sei wichtig, Planungen und Maßnahmen ganzheitlich zu bündeln. Die Schulen wollten keine „Interimsmaßnahmen“ (Zwischenlösungen, bei der aufgestockt wird, obwohl die räumlichen Gegebenheiten noch nicht geschaffen sind; Anm. d. Red.) Udo Stoessel selbst meinte: „Es trägt zur Zufriedenheit bei, wenn man erstmal die Fakten schafft und dann in den Ganztag gehen kann.“ Das habe jedoch politische Konsequenzen. Schließlich ist und war Bremen Haushaltsnotlageland. Mittlerweile seien „schlüsselfertige Bauten keine Tabus mehr“.

Reinhard Hennig sah als Hemmnis Immobilien Bremen. Das sah auch ein Gast aus dem Publikum so und wollte die Finanzsenatorin einbestellen. Ortsamtsleiter Florian Boehlke berichtete vom „personellen Engpass“ des städtischen Dienstleis-ters. Er befürworte ein Gespräch, sieht es jedoch als „schweren Schritt, Immobilien Bremen auf Kurs zu bringen“, dazu müsse man schon eine Mannschaft haben.

Zwei Schulleiterinnen legten in der Sitzung die Situation in ihren Einrichtungen dar: Christa Brokate-Golinski von der (Ganztags-)Schule Burgdamm berichtete von Essens-ausgaben in vier Schichten in einem Klassenraum; die Kinder der letzten Schicht erhielten ihr Mittagessen um 14.15 Uhr. Es herrsche Enge, schlechte Luft und Lautstärke, die pädagogischen Mitarbeiter würden verschliffen, Rückzugsmöglichkeiten für die Schüler gebe es lediglich auf Klappmatratzen im Flur.

Andrea Addicks-Friedrich, Leiterin der Schule Landskronastraße, berichtete von geglückten Sanierungen, doch der mittlere Pavillon der Schule müsse noch bearbeitet werden: Hier bleibe Spielzeug im Fußboden ste-cken, weshalb der Arbeitsschutz eingeschaltet werden müsse. Zudem hapere es an Schallschutz. „Es ist alles im roten Bereich“, erklärte sie, war sich dennoch darüber klar, sich „hintenan stellen zu müssen“, denn in der denkmalgeschützten Schule wurde ja bereits saniert.

Ein riesiges Problem wurde klar, als Lasse Berger, ehemaliger Ortsamtsleiter, nach der personellen Ausstattung fragte. Die Lehrer arbeiteten mit vollem Einsatz, so Andrea Addicks-Friedrich. Früher sei die Schule eine „Brennpunktschule“ gewesen, heute heiße es „Schule mit besonderen Herausforderungen“. Kinder aus 25 Nationen seien in der Ganztagsschule. Lehrer wollten meistens in Bremen-Stadt arbeiten, in ihrer Not habe die Schule Quereinsteiger aufgenommen, die kompetent die Aufgabe bewältigten. Doch deren Verträge – auf zwei Jahre befristet, mit Weiterbildungsklauseln, wobei die Weiterbildung in Bremen nicht angeboten werde, – beinhalteten auch noch eine geringere Bezahlung. Sie sieht ihre Schule in einer „großen Notsituation“. „In so eine Schule gehört das beste Personal“, unterstrich sie. Die Beiratsmitglieder zeigten sich betroffen. Rainer Tegtmeier fragte, wie das Gremium helfen könne.

Der Beirat bekräftigte seinen Beschluss vom 21. November: Darin forderte er  die Senatorin für Kinder und Bildung auf, „die Renovierungs- und Umbaumaßnahmen an der Schule an der Landskronastraße mit hoher Priorität einzustufen und Immobilien Bremen zu beauftragen, die Arbeiten im Schuljahr 2017/2018 durchzuführen. Darüber hinaus möchte er, „dass der Lehrermangel durch flexible Lösungen für Quereinsteiger in Form von unbefristeten Verträgen, Fortbildungen sowie einer Überarbeitung bei den Bedingungen für die Anerkennung von ausländischen Studienabschlüssen beseitigt wird.“

Bezüglich der Schulstandort- und Ausbauplanung bat er die Senatorin für Kinder und Bildung die für Frühjahr 2018 erwarteten Daten des Statistischen Landesamtes im Beirat zu erörtern. 


Artikel vom 06.12.2017




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