Werbung in der BLV Wochenzeitung: Mediadaten · Kleinanzeigen Rund um Ihre Zustellung · Kontakt · Impressum
  21.08.2017 - 23:24 Uhr

  

Vegesack – (RDR) Auf Initiative des Beiratssprechers Jürgen Hartwig sollte das kommunale Gremium per Antrag feststellen, dass der Beirat Vegesack mit der Beiratsarbeit seiner Mitglieder...

weiterlesen...

 
 St. Magnus – (FR) Am Freitag, 11. August, gegen 16 Uhr, kam Kater Georgy aus dem Auge blutend und völlig verstört nach Hause, berichten seine Besitzer Sigrid und Lutz Hiltmann. Sie hätten sofort...

weiterlesen...

 
 Lüssum – (RDR) Mehmet Yilmaz (Name von der Redaktion geändert) kann sich noch gut an den 10. August 2014 erinnern. Damals hatte sich der heute 35-Jährige in der Neustadt mit einem Mann getroffen, um...

weiterlesen...

 
   
Share |

„Das Historische sollte erhalten bleiben“ 

Sondersitzung: Alte Schule Burgdamm zum vierten Mal Gegenstand der Diskussion 


Alte Dorfschule Burgdamm – das Thema bewegt die Gemüter: Der Beirat hatte sich zur Sondersitzung getroffen. Die Bürger waren zahlreich erschienen. FOTO: AS 

Burglesum  (AS) – Was wird aus der alten Dorfschule? Auf dem Gelände soll eine Kita entstehen, doch wird diese neu gebaut oder kann das bestehende Gebäude saniert werden? Dem Beirat Burg-lesum war das Thema so wichtig, dass er in der vergangenen Woche eine Sondersitzung einberufen hatte. Bereits zum wiederholten Mal stand das Gelände auf der Tagesordnung. Der Beirat hatte sich anfangs für einen Neubau – in Holzrahmenbauweise – ausgesprochen, um dringend benötigte Kitaplätze schnellstmöglich zur Verfügung stellen zu können.

Das Thema bewegt die Bürger, die sich gegen einen Abriss der alten Dorfschule wehren: Der Sitzungsraum im Ortsamt war bis auf den letzten Platz besetzt, so dass einige Besucher sogar stehen mussten.

Mit dabei waren Vertreter von der Senatorin für Kinder und Bildung sowie von Immobilien Bremen, Thomas Jablonski und Günter Klänelschen. Thomas Jablonski betonte noch einmal die Dringlichkeit: Die Stadt Bremen will in diesem Jahr 2000 Kita-Plätze bauen und meinte, dass ein Neubau bezüglich des Zeit- und finanziellen Aufwands die vorteilhafteste Lösung sei.

Günter Klänelschen erklärte, dass der Sanierungsaufwand für die Alte Dorfschule erheblich sei. Er stellte drei Planungen vor: Die aus strategischen Gründen in ganz Bremen angedachte Holzrahmenbauweise, die nun nicht mehr durchgeführt werden soll, koste 3,8 Millionen Euro. Sie sei wegen knapper Grundstücksflächen in Bremen nicht umsetzbar. Ein massiver Neubau liege bei 3,6 Millionen Euro, eine Komplettsanierung des alten Gebäudes mit zu erstellendem Erweiterungsbau bei zirka 3,65 Millionen Euro. Der Restwert des alten Hauses sei dem Neubau gegenüber in einem Zeitraum von 30 Jahren um 400000 Euro geringer.  Insgesamt sei die Baumaßnahme unter pädagogischen, zeitlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet worden. Für das alte Gebäude bestehe kein Denkmalschutz, es habe jedoch städtebauliche Bedeutung.

Beiratssprecher Martin Hornhues (CDU): „Heute hören wir das erste Mal Zahlen!“ Dem Beirat sei vorgestellt worden, dass der Neubau wirtschaftlicher wäre. Er forderte noch konkretere Zahlen. Timo Koschnik (FDP) vermisste bei der Vorstellung die Variante, die alte Fassade zu erhalten und dahinter einen Neubau zu errichten. Diese Version sei teurer als ein Neubau, so Günter Klänelschen.

 Frank Magnitz (AfD) meinte, wenn das alte Gebäude behutsam weiterentwickelt werde, habe es einen höheren Restwert als die Neubauten. Außerdem schlug er vor, das alte Ortsamt für eine zwischenzeitliche Kita zu prüfen. Sowohl im Beirat als auch im Publikum wurde festgestellt, dass das alte Gebäude für Kinder pädagogisch wertvoller als ein Neubau sei. Claus Jäger, Senator a.D., wies darauf hin, dass die Schule erst vor zehn Jahren ein neues Dach erhalten habe. Eine Sanierung dauere „auf keinen Fall länger“ als ein Neubau, sagte er.

Mütter, die im Publikum saßen und die aktuell auf der Suche nach einem Kitaplatz sind, unterstützten den Erhalt der alten Dorfschule, teils, weil sie selbst dort zur Schule gegangen waren. Agnes Müller-Lang forderte in der Sitzung: „Das Historische sollte erhalten bleiben.“ Sie meldete sich im Anschluss noch einmal zu Wort: „Das einzige sich immer wiederholende Argument, nämlich Zeitverzögerung um  ein Jahr für die Inbetriebnahme eines Kindergartens bei Renovierung, konnte jedoch vom Bauamt und vom Architekten entkräftet werden.“

Nach ausführlicher Diskussion beschloss der Beirat, dass die zügige Bereitstellung von Kita-Plätzen in Burgdamm weiterhin oberste Priorität habe „jedoch unter konsequenter Berücksichtigung der öffentlichen belange, insbesondere des Erhalts des Ortsbildes und der historischen Bausubstanz“. Die neu gewonnen Infos sollen vor der abschließenden Entscheidung der zuständigen Deputation vorgetragen werden. 


Artikel vom 08.08.2017




» Leserbrief zu diesem Artikel schreiben
« zurück zur Übersicht

E-PAPER





» Ausgabe vom 16.08.2017 öffnen


» E-Paper Archiv öffnen


BEILAGEN


  • Meyerhoff M 31
  • Meyerhoff Küchen M 31


SITEMAP


Startseite
Nachrichten
Vegesack  
Lesum  
Blumenthal  
Ritterhude  
Schwanewede  
Aus der Region  
Kleinanzeigen
Kleinanzeige aufgeben  
Unser Team
Geschäftsleitung/Anzeigenleitung  
Anzeigenberater  
Anzeigenabteilung  
Redaktion  
Druckvorstufe  
Sekreteriat/Verwaltung  
Vertrieb  
Online Medien
Archiv  
Epaper Archiv  
Mediadaten
Mediadaten / Preisliste  
Media-Analyse  
BVDA "Durchblick"-Preis  
Zustellung
Ansprechpartner  
Zustellungsreklamation  
Austrägerbewerbung  
Impressum
Kontakt  
Impressum  
Öffnungszeiten  

PARTNERVERLAGE

Hunte Report Oldenburg   SonntagsZeitung   Wesermarsch am Sonntag
Cloppenburger Wochenblatt   Sonntagsblatt Vechta  

 

 
Fr. Pörtner Verlags-GmbH & Co. KG · Kapitän-Dallmann-Straße 41 · 28779 Bremen · Tel. 0421 690550 · das.blv-wochenzeitung@t-online.de                     · Kontakt          · Impressum